Leistungen

Behandlungspflege nach SGB V (Leistungen der Krankenversicherung)

Unter Behandlungspflege oder auch häuslicher Krankenpflege nach SGB V versteht man eine ärztlich delegierte Leistungen wie:

  • Injektionen
  • Verbände, Wundversorgungen
  • Dekubitusbehandlung
  • Richten und Verabreichen von Medikamenten
  • Blutdruck- und Blutzuckermessung
  • Einläufe / Katheterisierung
  • Stomabehandlung
  • Enterale und parenterale Ernährung
Behandlungspflege wird nach ärztlicher Verordnung von Ihrer Krankenkasse getragen.

Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung nach SGB XI (Leistungen der Pflegeversicherung)

Vollständige Übernahme oder Hilfe bei:

 

  • Waschen, Duschen, Baden
  • An-, Um- und Ausziehen
  • Aufstehen und Zubettgehen
  • Nahrungszubereitung und -aufnahme
  • Reinigung der Wohnung / Hausordnung
  • Waschen / Pflege der Wäsche
  • Erledigung von Einkäufen

sowie Beratungseinsätze für Geldleistungsempfänger.

Je nach bestehender Pflegestufe übernimmt Ihre Pflegekasse eine Zuzahlung zu den monatlichen Pflegekosten in Höhe von:

Pflegestufe
Ohne eingeschränkte Alltagskompetenz Mit eingeschränkter Alltagskompetenz
0 Kein Anspruch bis zu 231 Euro

1

bis zu 468 Euro bis zu 689 Euro
2 bis zu 1.144 Euro bis zu 1.298 Euro
3 bis zu 1.612 Euro bis zu 1.612 Euro

 

Urlaubs- und Verhinderungspflege

Pflegebedürftige, die mindestens sechs Monate von Angehörigen in der häuslichen Umgebung gepflegt wurden können für bis zu 6 Wochen im Jahr zusätzlich Pflegeleistungen in Anspruch nehmen, wenn die Angehörigen wegen Krankheit oder Urlaub oder aus anderen Gründen an der Übernahme der Pflege verhindert sind.

Ihre Pflegekasse übernimmt die Pflegekosten in Höhe von:

Pflegestufe
Ohne eingeschränkte Alltagskompetenz Mit eingeschränkter Alltagskompetenz
0 Kein Anspruch bis zu 1.612 Euro
1, 2, 3 bis zu 1.612 Euro bis zu 1.612 Euro

 

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistung

Personen mit einer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz können pro Monat einen Zuschuss von 104 (Grundbetrag) bzw. 208 Euro (erhöhter Betrag) von der Pflegekasse bekommen, wenn sie Angebote der Tages- und Nachtpflege, der Kurzzeitpflege oder der sog. niedrigschwelligen Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen. Das können z. B. Leistungen eines familienentlastenden Dienstes sein, der für ein paar Stunden die Betreuung der Person übernimmt.

Neu seit 01.01.2015

Nun haben auch Pflegebedürftige ohne eine eingeschränkte Alltagskompetenz Anspruch auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Höhe von 104 Euro monatlich.

Neben den Betreuungsleistungen kann der Zuschuss neu auch für sog. Entlastungsleistungen eingesetzt werden. Mit diesen Entlastungsleistungen sollen die Pflegepersonen weitere Unterstützung erhalten können.

Zusätzliche Entlastungsleistungen können dabei insbesondere sein Dienstleistungen, eine die vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten stärkende oder stabilisierende Alltagsbegleitung, organisatorische Hilfestellungen, Unterstützungsleistungen für Angehörige und vergleichbar Nahestehende in ihrer Eigenschaft als Pflegende, insbesondere zur Bewältigung des Pflegealltags, oder andere geeignete Maßnahmen.

Das Gesetz nennt beispielhaft Serviceleistungen im Bereich des Haushalts oder der unmittelbaren häuslichen Umgebung, die Übernahme von Fahr- und Begleitdiensten, Einkaufs- und Botengänge, die Beratung und praktische Hilfe bei Anträgen und Korrespondenzen oder die organisatorische Unterstützung bei der Bewältigung nur vorübergehend auftretender Alltagsanforderungen (beispielsweise bei einem Umzug in eine kleinere, altersgerechtere Wohnung).

Genutzt werden können sollen auch haushaltsnahe Dienstleistungen wie beispielsweise bei üblichen Reinigungsarbeiten, der Wäschepflege, der Blumenpflege sowie der Erledigung des Wocheneinkaufs, Fahrdienste zu Arzt- oder anderen Terminen, aber auch Hilfen bei nicht jeden Tag auftretenden Anforderungen des Haushalts wie dem wartungsgerechten Reinigen einer Waschmaschine oder der notwendigen Durchführung eines „Frühjahrsputzes“ im Haus. Die Leistungen umfassen ggf. ferner Botengänge, beispielsweise zur Post, zur Apotheke, zur Bücherei oder zu Behörden, Unterstützung bei der alltäglichen Korrespondenz mit öffentlichen Stellen, Versicherungen, Banken u. a. sowie organisatorische und praktische Hilfestellungen beispielsweise bei einem pflegebedingt notwendig werdenden Umzug.

Genau wie bei den zusätzlichen Betreuungsleistungen kann die Entlastungsleistung nur bei dafür zugelassenen Anbietern in Anspruch genommen werden. Auch gilt ebenso das Kostenerstattungsprinzip: Die Rechnung für die Entlastungsleistung muss bei der Pflegekasse eingereicht werden, die dann den Zuschuss ausbezahlt.

Auch neu kann man zukünftig die niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsleistungen weiter aufstocken: Wird ein bestehender Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen nicht voll ausgeschöpft, kann bis zu 40 % des nicht für ambulante Sachleistungen verwendeten Betrags für die niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsleistungen verwendet werden. Der Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen mindert sich dann in dem Umfang, in dem der Leistungsbetrag für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen verwendet wurde.

Ihre Pflegekasse übernimmt eine Zuzahlung zu den monatlichen Betreuungskosten in Höhe von:

Pflegestufe
Ohne eingeschränkte Alltagskompetenz Mit eingeschränkter Alltagskompetenz
0, 1, 2, 3  Grundbetrag 104 Euro Grundbetrag 104 Euro/erhöhter Betrag 208 Euro

 

Service- und Privatleitungen

Serviceleistungen:

  • Das Holen und Bringen von Krankenkassen-Chipkarten in die Hausarztpraxen
  • Das Organisieren, Holen und Bringen von Überweisungen
  • Das Organisieren von Transporten zu medizinischen Behandlungen
  • Das Organisieren, Verwalten, Beantragen, Holen und Bringen von Verordnungen zur häuslichen Krankenpflege
  • Das Organisieren, Einlösen, Holen und Bringen von Rezepten und Medikamenten
  • Das Organisieren von Pflegehilfsmitteln (31€-Pakete bei bestehenden Pflegestufen) und sonstiger Hilfsmittel
  • Hilfen bei und Übernahme von Beantragungen für Pflegestufen, Kostenübernahmen von Sozialämtern und sonstigen Sozialleistungsansprüchen
  • Vor Ort Mithilfe bei MDK-Begutachtungen zu Pflegestufen
Privatleistungen:
  • Einsätze (mit Leistungen auf Wunsch) nach Zeit
  • Notfalleinsätze
  • Kontrollgänge